About

Mein Name ist Antje Halter
Ich bin Künstlerin

Kindheit

Ich hatte eine sehr behütete Kindheit in einer idyllisch-ländlichen Umgebung. In lebhafter Erinnerung sind mir die Kindheitssommer am Meer, die mir bis zum heutigen Tage lebendig sind. Diese wunderbare Zeit habe ich meinem Vater zu verdanken, der einen Großteil seines Lebens auf dem Meer verbracht hat. Einen ebenso großen Teil seines Lebens verbrachte er mit der Sehnsucht, immer wieder zum Meer zurückzukehren. Das Wesen meines Vaters verkörperte die endlose Freiheit unter weitem Himmel, das tiefe Einatmen der salzigen Meeresluft und das Bewusstsein an diesem Ort ganz und gar ER SELBST zu sein. Diese tiefe Naturverbundenheit zum Meer konnte mein Vater mir in den Kindheitstagen lebhaft vermitteln. So konnte ich seine Sehnsucht emotional intensiv nachvollziehen. Mein Vater öffnete mir die Augen und schärfte meinen Blick für die einfachen, aber wunderschönen Dinge im Leben.

Antje Halter

Wegweiser

Viele Jahre später wurde mir bewusst, dass ich die Leidenschaft meines Vaters gefühlsmäßig sehr gut nachvollziehen konnte und das diese mein Leben stark prägte. Damit eröffnete sich mir ein breites Spektrum an Lebenserfahrungen durch Geschichten und Reiseberichte meines Vaters. Hieraus ergaben sich für mich Hoffnungen, Träume, Trauer und Freude. Somit habe ich den Begriff „Sehnsucht“ als greifbares Gefühl verinnerlicht, das mich ständig begleitet und beschäftigt. Im Alltag, aber insbesondere in meinen Arbeiten erkenne ich bewusst immer wieder, wie dieses Gefühl zur Realität wird. So entstehen keramische Plastiken, gefüllt mit Erinnerungen und Geschichten, die lebensbejahende Darstellungen sind.

Antje Halter

Lehrjahre

Als mein Vater gerade 16 Jahre alt war, schlug er den Weg zur Handelsmarine ein. Es begann, eine zum damaligen Zeitpunkt ungewöhnliche Lehrzeit. Verbunden damit waren Reisen, die ihn Jahrzehnte später noch beschäftigen würden. Ich dagegen war nie in Ländern wie Asien, Südamerika oder Afrika, bereiste selbst nur einige wenige nördliche Gefilde. Trotzdem sind mir die Länder durch Erzählungen meines Vaters vertraut. Schon als Kind konnte ich mich kaum satt sehen an den zahlreichen Fotos aus fremden Ländern. Die Geschichten über die Reisen meines Vaters wollte ich immer und immer wieder hören.

Und so kam es, dass die Lebensreise meines Vaters fast unmerklich zu einem Teil von mir wurde. Als Kind regten diese Geschichten ganz natürlich meine Phantasiewelt an. Je älter und verständiger ich wurde, umso besser begriff ich den tieferen Sinn dieser Erzählungen. Ich verstand die Ohnmacht und den Verlust, den man spürt, wenn man auf dem Festland- weit weg vom Meer lebt und sich dennoch ständig danach sehnt. Fernweh ist wohl der Begriff für dieses Gefühl. Auf den Stationen meines Lebens, die ich aus beruflichen Gründen im Ausland verbracht habe, konnte ich die Emotionen meines Vaters sehr gut nachvollziehen.

In dieser Hinsicht gab mir mein Vater ein Leitbild für meinen Drang, fremde Länder und Orte zu entdecken. Besonders zog es mich immer wieder zu maritimen Gegenden. Als ich ein Kind war, verbrachte meine Familie jeden Sommer auf der Insel Rügen. Wenn ich dort bin, fühlt es sich bis heute jedes Mal so an wie: Jetzt bin ich zu Hause angekommen! Wenn ich am Strand entlang spaziere, dann umfängt mich eine absolute Ruhe und Stille. Dann ist meine Sehnsucht erfüllt nach dem weiten, endlosen und schönen Meer.

Antje Halter

Von 1996 bis 2003 habe ich ein Kunststudium an der Burg Giebichenstein in Halle absolviert bei den Professoren der Grafik: Thomas Rug und Frank Ruddigkeit und der Professorin für Keramik: Antje Scharfe. Kreativität, Feinfühligkeit und Fingerspitzengefühl für die verborgenen Dinge, die es zu entdecken gab, und die sehnsuchtsvolle Liebe zu den Weiten der Welt, begleiteten mein Studium in der Grafik und in der Keramik.
 Die Wurzeln meiner Arbeit liegen hier.

Prägende und wichtige Stationen meiner Lehr- und Studienzeit sind:

  • 1999/ 2000 Töpferei Maren Wiese, Dänemark
  • 2001 Studienaufenthalt an der OHIO University, Athens, Ohio, USA, Keramikklasse der Professoren: Brad Schwieger, Chuck Mc Weeny, Joe Bowa
  • 2001/2002 Studienaufenthalt Hochschule für Angewandte Künste UMPRUM, Prag, Tschechien, Skulptur und Landart-Klasse von Professor Jiri Beranek
  • 2002/2004 Arbeit in der GALERIA ESTUDIO, der Keramiker Jordi Alfaro und Carmela Laganse, Poble Espanyol, Barcelona, Spanien
  • 2009 Masterclass of International Academy of Media and Arts, Halle

Inspiration – eine Lebensreise

Heute habe ich selber zwei Kinder. Ein Winterkind, wie mein Vater und ein Sommerkind, wie meine Mutter. Beide Kinder sind jeweils auf ihre Art und Weise ihren Großeltern sehr verbunden. Oft staune ich darüber, wie sich eine Lebensreise wiederholt, einen anderen formt und prägt. Wie sich in einem kleinen Menschen seine Familie widerspiegeln kann. Wie bestimmte Dinge nie verschwinden und weitergegeben werden. Das Erzählen, die Faszination und Sammelleidenschaft von Strandgut und die Liebe zum Meer tragen meine Kinder jetzt schon in sich. Meine Arbeiten wachsen mit mir und sind stets Teil und Ausdruck meiner Lebensreise, die durch die Geburt meiner Kinder stark beeinflusst ist.

Atelier Antje Halter

Herzblut fließt langsam und Keramik braucht Zeit

Die Formgebung, das Trocknen, die Brennprozesse sowie die dekorative Gestaltung und die Glasur des irdenen Materials benötigen nicht Stunden sondern Tage.

Dazu kommen noch physikalische Ungewissheiten wie Materialschwund und Risse, zu hoheTemperaturdifferenzen oder auch statische Unsicherheiten die das Werk oft im letzten Moment zu Makulatur werden lässt.

Dies bedeutet für mich als Künstlerin: Zurück zum Start. Die Zeit, die es braucht
, sollten Sie bei einer Bestellung mit bedenken und einkalkulieren.

Antje Halter

Ausdruck im Material

Meine Boote ähnlichen Formen sind Leinwand des Erzählens. Sie bieten Platz für Erinnerungen mit ein wenig Poesie. Die Flächen bearbeite ich gerne mit grafischen Drucktechniken, die für die keramische Oberfläche möglich sind. Zu guter Letzt zeichne ich mit dem Pinsel auf die keramische Leinwand, gebe einen Kurs an, verdeutliche, was vorher unentdeckt blieb und lasse ein neues Boot auf Reisen gehen.

Um Gefühle erfahrbar oder in einem Metier greifbar zu machen, benutze ich verschiedene handwerkliche Techniken. Das sind zum Einen Pinselzeichnungen, in der Technik der Fayencemalerei. Zum Anderen Oberflächengestaltungen durch Stoff-, Papier-, Stempel- und Siebdruck. Ebenso Engoben und Ritzzeichnungen sowie Wachsaussparungen. Das Gefühl erhält eine Silhouette durch Modellieren und Aufbaukeramik.
 Viele meiner Arbeiten erinnern an runde, nestartige Formen, Kapseln, Früchte, Einschlüsse. Sie assoziieren das Gefühl wie: behüten, geheimnisvoll, schützend, bewahrend, geborgen sein. Sie erinnern an Fundstücke, an das Strukturieren und Ordnen von Formen.

Atelier Antje Halter

Persönliche Beratung

Neben meinen persönlichen Themen widme ich mich mit Empathie auch Ihren Anliegen.
 Bei Vorgesprächen am liebsten in meinem Atelier – entstehen so Ideen und Skizzen für Gegenstände oder Kollektionen des täglichen Gebrauchs, Geschenke für spezielle Anlässe oder einfach nur Schmuckstücke, an denen Sie sich persönlich erfreuen.

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